Höllenangst
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Höllenangst

Johann Nestroy
Theater · 1849
Komödie

Über das Werk

Höllenangst ist eine Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy nach Motiven des französischen Stücks Dominique ou le Possédé von d'Epagny und Dupin (1831). Nestroy schrieb sie 1849 unmittelbar nach der niedergeschlagenen Revolution; die Uraufführung fand am 17. November 1849 im Carltheater statt, Nestroy spielte selbst die Hauptrolle des Wendelin.

Handlung

Der arme Schustersohn Wendelin hält einen vor der Polizei fliehenden Richter für den Teufel in Menschengestalt und lässt sich mit ihm auf einen vermeintlichen Handel ein. Ein Kleidertausch und vage Geldversprechen stürzen Wendelin in immer absurdere Situationen, in denen sich seine fatalistische, von Todesangst und Aberglauben geprägte Weltsicht spiegelt.

Kulturelle Bedeutung

Bei der Uraufführung floppte das Stück und wurde nach nur fünf Vorstellungen abgesetzt; erst eine Bearbeitung von Karl Paryla 1948 verhalf ihm zum Erfolg. Heute gilt Höllenangst als eine der pessimistischsten und gesellschaftskritischsten Possen Nestroys, in der hinter der Situationskomik ein düsterer Blick auf die gescheiterte Revolution steckt.

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