Hinüber – Herüber
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Hinüber – Herüber

Johann Nestroy
Theater · 1844
Komödie

Über das Werk

Als Intermezzo angelegte Posse in einem Aufzug von Johann Nestroy nach einer im Wiener Unterhaltungsblatt „Der Humorist“ vom 28. Dezember 1843 veröffentlichten Anekdote („Die gewonnene und doch verlorene Wette“), deren ursprünglich New Yorker Schauplatz Nestroy nach Wien verlegte. Uraufführung am 16. März 1844 im Theater in der Leopoldstadt als Benefizvorstellung für den Dichter, eingeschoben zwischen zwei andere Stücke des Abends.

Handlung

Ein einfältiger, aber sturer Gastwirt hat durch einen Pachtvertrag 5000 Gulden erhalten. Zwei Gauner, die sich als englische Lords ausgeben, verwetten mit ihm, dass er eine Viertelstunde lang im Takt einer Pendeluhr nur „Hinüber – Herüber“ sagen und sich dabei durch nichts ablenken lassen kann. Er beharrt trotz aller Störungen – selbst der drohenden Verlobung seiner Tochter – auf seinem Vorhaben, während die Gauner mit seiner Brieftasche fliehen; ein armer Kellner stellt die Diebe und gewinnt dafür die Tochter zur Frau.

Kulturelle Bedeutung

Die zeitgenössische Kritik nahm das kleine Stück wohlwollend, aber ohne literarischen Anspruch auf: Der Wanderer schrieb, es sei „eigentlich gar nichts, aber es unterhält“. Besonders gerühmt wurde Wenzel Scholz’ pointierte Darstellung des stur wiederholenden Gastwirts.

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