Hinkemann
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Hinkemann

Ernst Toller
Theater · 1923
Tragödie

Über das Werk

Tragödie in drei Akten von Ernst Toller, 1921/22 während seiner Festungshaft in Niederschönenfeld verfasst und 1923 unter dem Titel „Der deutsche Hinkemann" veröffentlicht. Die Uraufführung fand am 19. September 1923 am Alten Theater Leipzig unter der Regie Alwin Kronachers statt; eine überarbeitete Fassung kam unter dem seither gebräuchlichen Kurztitel „Hinkemann" am 14. April 1924 am Berliner Residenz-Theater heraus.

Handlung

Der Kriegsheimkehrer Eugen Hinkemann kehrt entmannt aus dem Krieg zurück und verdient sein Geld, indem er auf Jahrmärkten lebenden Ratten die Kehle durchbeißt. Seine Frau Grete, die sich zunächst dem Freund Großhahn zugewandt hat, sucht nach dem Anblick dieser entwürdigenden Nummer die Versöhnung, wird von Hinkemann aber abgewiesen und nimmt sich das Leben.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück löste wegen seiner drastischen Bilder und seines Themas des Kriegskrüppels Proteste aus; spätere Aufführungen in Dresden, Berlin und Wien standen unter Polizeischutz gegen nationalsozialistische Störaktionen.

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