Über das Werk
Henry VIII ist eine vieraktige Grand opéra von Camille Saint-Saëns nach einem Libretto von Léonce Détroyat und Armand Silvestre, das auf Pedro Calderón de la Barcas Drama „La cisma de Inglaterra" (1627) sowie in Grundzügen auf Shakespeares gleichnamigem Stück beruht. Die Uraufführung fand am 5. März 1883 an der Pariser Opéra im Palais Garnier statt, mit Jean Lassalle in der Titelrolle.
Handlung
Die Oper erzählt von Heinrichs VIII. Bruch mit Katharina von Aragón zugunsten Anne Boleyns und der daraus folgenden Trennung von Rom; private Leidenschaft und Staatsräson stehen sich unversöhnlich gegenüber.
Kulturelle Bedeutung
Henry VIII wurde bei der Uraufführung gefeiert und blieb zu Saint-Saëns' Lebzeiten neben „Samson et Dalila" sein meistgespieltes Bühnenwerk, verschwand nach seinem Tod jedoch weitgehend vom Spielplan; die Partitur arbeitet mit wiederkehrenden Motiven und lässt Renaissance-Klänge anklingen.
