Über das Werk
Historiendrama William Shakespeares, vermutlich im Winter 1596/97 verfasst; zahlreiche zeitgenössische Anspielungen auf die Figur Falstaff belegen, dass das Stück spätestens 1597 auf der Bühne stand, auch wenn kein Datum einer konkreten Aufführung überliefert ist. Gedruckt wurde es erstmals 1598 als Quarto, bis 1622 folgten mehrere weitere Auflagen.
Handlung
König Heinrich IV. sieht sich einem Adelsaufstand um den Earl of Northumberland und dessen Sohn Hotspur gegenüber, während sein Sohn, Kronprinz Heinrich („Hal“), seine Zeit lieber im Wirtshausmilieu Londons mit dem verarmten Ritter Sir John Falstaff verbringt. In der Schlacht von Shrewsbury 1403 besiegt Hal den Rebellen Hotspur im Zweikampf und beginnt damit seinen Wandel vom unbekümmerten Prinzen zum künftigen König.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück war bereits zu Shakespeares Lebzeiten außerordentlich erfolgreich, was die acht Quarto-Auflagen bis 1632 belegen. Die Figur des Falstaff entwickelte ein Eigenleben und zählt neben Hamlet zu den meistkommentierten Charakteren Shakespeares; auf dem Kontinent wird das Stück meist gemeinsam mit Teil 2 aufgeführt.
