Über das Werk
„heaven will come“ ist ein neues Theaterstück des österreichischen Dramatikers Thomas Köck, der 2018 und 2019 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde. Köck schreibt den Text im künstlerischen Austausch mit der Schauspielerin und Autorin Athena Lange, die als bilinguale Künstlerin auch in Deutscher Gebärdensprache arbeitet; das Stück verbindet Lautsprache und Gebärdensprache und trägt den Untertitel „Ein Stück Familienhorror mit Datenresten“. Die Uraufführung ist für den 27. Februar 2027 an den Münchner Kammerspielen angesetzt, in der Regie von Jan Bosse.
Handlung
Weil sich eine Fäule ausbreitet, ziehen die Menschen nach und nach aus einem Kontinent in den Norden fort. Ein taubes Geschwisterpaar erzählt davon, zugleich in Gebärdensprache, eine Geschichte, die ihm immer wieder entgleitet: vom Umzug in ein altes Haus und von der Mutter, die in einem Labor in der Nähe verbissen gegen den Verfall forscht, während die Familie auseinanderbricht. Merkwürdige Gäste erscheinen, das sprechende Smart Home wird zum Spukhaus, Wände verschwinden und kehren zurück, und nur die Geschwister ahnen das Unheimliche – falls überhaupt etwas davon geschehen ist.
Kulturelle Bedeutung
Köcks Stücke werden im ganzen deutschsprachigen Raum gespielt und sind in mehr als 15 Sprachen übersetzt; bekannt wurde er vor allem mit seiner zwischen 2014 und 2016 entstandenen „klimatrilogie“. „heaven will come“ entsteht für einen Themenschwerpunkt der Kammerspiele zu künstlicher Intelligenz und fragt, welche widerständige Kraft im gleichzeitigen Erzählen liegen kann, wenn Geschichten zunehmend seriell von Maschinen erzeugt werden. Da die Uraufführung noch bevorsteht, liegen noch keine Kritiken vor.