Über das Werk
Happy End ist eine 1929 entstandene Komödie mit Musik von Kurt Weill (Musik) und Bertolt Brecht (Songtexte); das Bühnenbuch schrieb Elisabeth Hauptmann, ursprünglich unter dem Pseudonym Dorothy Lane veröffentlicht. Die Uraufführung fand am 2. September 1929 im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin statt, unter anderem mit Carola Neher, Helene Weigel, Oskar Homolka, Peter Lorre und Theo Lingen.
Handlung
In einem an Chicago angelehnten Gangstermilieu gerät die Heilsarmee-Offizierin Lilian, genannt Hallelujah Lil, mit dem Ganovenboss Bill Cracker aneinander. Zwischen Raubüberfällen, Nachtlokal und Erbauungsstunden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die am Ende Unterwelt und Heilsarmee ironisch versöhnt.
Kulturelle Bedeutung
Happy End bildet zusammen mit der Dreigroschenoper und Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny die zentrale Werkgruppe der Zusammenarbeit von Weill, Brecht und Hauptmann am Ende der Weimarer Republik. Trotz eines Misserfolgs bei der Uraufführung enthält das Stück mit Nummern wie dem Bilbao-Song und Surabaya-Johnny einige der bekanntesten Songs des Weill-Brecht-Repertoires und erlebte ab den 1970er-Jahren internationale Wiederentdeckungen.