Über das Werk
Guido et Ginevra, ou la peste de Florence ist eine Grand opéra in fünf Akten von Fromental Halévy nach einem Libretto von Eugène Scribe. Die Uraufführung fand am 5. März 1838 an der Pariser Oper (Salle Le Peletier) statt, mit Gilbert Duprez als Guido; 1840 folgte eine vieraktige Fassung.
Handlung
Ginevra, Tochter des Cosimo de' Medici, soll den Herzog von Ferrara heiraten. Während der Hochzeitszeremonie lässt sie ein vergifteter Schleier scheintot zusammenbrechen; man hält sie für ein Pestopfer und bestattet sie in der Familiengruft. Dort erwacht sie und wird von dem jungen Bildhauer Guido gefunden und versteckt. Als ihr Vater von ihrem Überleben erfährt, willigt er schließlich in die Verbindung mit Guido ein.
Kulturelle Bedeutung
Halévy setzte für die Grabszene ungewöhnlich dunkel timbrierte Holz- und Blechbläser mit verminderten Septakkorden ein und ließ im zweiten Akt sogar ein Mélophon erklingen. Das Werk blieb hinter dem Erfolg von La Juive und La reine de Chypre zurück, wurde aber bald in mehreren europäischen Städten sowie in italienischer (1870) und deutscher (1879–1882) Bearbeitung gespielt.
