Über das Werk
Guglielmo Ratcliff ist eine Oper in vier Akten von Pietro Mascagni nach Andrea Maffeis Übersetzung der Tragödie „William Ratcliff“ von Heinrich Heine. Mascagni begann die Komposition bereits als Student in Mailand und vollendete sie erst Jahre später als etablierter Komponist; die Uraufführung fand am 16. Februar 1895 an der Mailänder Scala statt.
Handlung
Der von einer Frau zurückgewiesene Wilhelm Ratcliff schwört, jeden ihrer künftigen Verehrer zu töten, und löst diesen Schwur in einer Reihe von Duellen ein. Am Ende tötet er auch seine eigentlich Geliebte, deren Vater und schließlich sich selbst.
Kulturelle Bedeutung
Mascagni betrachtete Guglielmo Ratcliff selbst als sein liebstes Werk, doch die Oper blieb bei der Uraufführung erfolglos und wird bis heute nur selten gespielt. Ungewöhnlich für die italienische Oper der Zeit ist das Libretto in Versen ohne klassische Arienform angelegt, getragen von vier ausgedehnten Monologen des Titelhelden.