Über das Werk
Woody Allens Einakter „God: A Comedy in One Act“ erschien 1975 zusammen mit dem Begleitstück „Death“ in der Sammlung „Without Feathers“; die deutsche Bühnenfassung übersetzte Peter Stephan Jungk für den S. Fischer Theaterverlag. Das Stück ist nach dem epischen Theater Bertolt Brechts modelliert: Figuren durchbrechen wiederholt die Bühnenillusion, wechseln Rollen und kommentieren das Stück, während es entsteht.
Handlung
Im Athen der Antike um 500 v. Chr. suchen ein Autor und ein Schauspieler für ein Dramatikerfestival nach dem Schluss ihres Stücks und greifen dafür auf eine Theatermaschine als deus ex machina zurück. Im entstehenden Stück-im-Stück überbringt ein Sklave der Königin die Antwort auf die Frage nach der Existenz Gottes – „Ja“ –, woraufhin die Handlung in wachsendes Chaos aus Regieanweisungen und Zwischenrufen aus dem Publikum kippt.
Kulturelle Bedeutung
Die Persiflage auf Theaterkonventionen und die Mittel der Bühnenillusion wurde unter anderem von Roberto Ciulli am Theater an der Ruhr inszeniert. Zusammen mit dem Begleitstück „Death“ zählt „Gott“ zu Allens frühen Bühnenwerken, in denen er, wie später mit „Central Park West“ und „Riverside Drive“, sein Interesse an absurdem, philosophisch grundiertem Theater jenseits des Films auslebte.