Über das Werk
Gli astrologi immaginari ist eine Opera buffa in zwei Akten von Giovanni Paisiello nach einem Libretto von Giovanni Bertati, der seinen eigenen, bereits 1772 für Gennaro Astaritas Oper „I visionari“ in Venedig erfolgreichen Text überarbeitete. Sie wurde am 14. Februar 1779 (3. Februar nach julianischem Kalender) im Theater der Eremitage in Sankt Petersburg uraufgeführt, wo Paisiello als Hofkapellmeister Katharinas II. wirkte.
Handlung
Der eingebildete Hobbyastrologe Petronio Sciatica verweigert seiner Tochter Clarice die Heirat mit ihrem Verehrer. Dieser verkleidet sich als angeblicher antiker Philosoph namens Argatifontidas und täuscht den leichtgläubigen Petronio, um dessen Einwilligung zur Ehe zu erschleichen. Als der Schwindel auffliegt, bleibt Petronio durch ein bereits unterschriebenes Dokument an sein Wort gebunden.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung wurde zu einem überwältigenden Erfolg: Zarin Katharina II. war so begeistert, dass sie zwei Tage später einen enthusiastischen Brief darüber schrieb. Das Werk verbreitete sich rasch in ganz Europa und zählt neben „Il barbiere di Siviglia“ zu den erfolgreichsten Opern aus Paisiellos Petersburger Jahren.
