Über das Werk
Dramma per musica in drei Akten, das Antonio Vivaldi im Januar 1724 für das Teatro Capranica in Rom komponierte. Zugrunde liegt Nicolò Beregans Libretto von 1683, das ursprünglich für Giovanni Legrenzi entstanden war und für Vivaldis Fassung überarbeitet wurde.
Handlung
Der illyrische Bauer Giustino steigt durch Tapferkeit und Fügung zum Mitregenten des oströmischen Reiches auf: Er rettet zunächst die Kaiserschwester Leocasta vor einem Bären und später die Kaiserin Arianna vor einem Meeresungeheuer. Verwicklungen um Verrat am Hof und eine verhinderte Usurpation begleiten seinen Aufstieg, bis er am Ende Leocasta heiratet und zum Caesar ernannt wird.
Kulturelle Bedeutung
Die Oper geriet nach der Uraufführung für über zwei Jahrhunderte in Vergessenheit und wurde erst durch eine kritische Ausgabe des Musikwissenschaftlers Reinhard Strohm 1991 wieder zugänglich; seit einer Aufführungsserie ab 1985 gehört sie zu den regelmäßig gespielten Vivaldi-Opern. Besonders bekannt wurde die Arie „Vedrò con mio diletto“, die auch als eigenständiges Konzertstück große Verbreitung fand.
