Über das Werk
Giustino ist eine Opera seria von Georg Friedrich Händel nach einem Libretto, das auf Nicolò Beregans Textbuch von 1682 in der Bearbeitung von Pietro Pariati beruht. Die Uraufführung fand am 16. Februar 1737 im Theater in Covent Garden in London statt, in einer der anstrengendsten Saisons in Händels Laufbahn.
Handlung
Der einfache Landmann Giustino rettet die Kaiserin Arianna vor einem Seeungeheuer und nimmt den Rebellen Vitaliano gefangen, wodurch er zum Günstling des Kaisers Anastasio aufsteigt. Der eifersüchtige General Amanzio bringt ihn beim Kaiser in Verruf, doch als sich Vitaliano als Giustinos verlorener Bruder offenbart, wird Giustino rehabilitiert, zum Mitregenten erhoben und mit der Schwester des Kaisers vermählt.
Kulturelle Bedeutung
Kurz nach der Premiere erlitt Händel im April 1737 einen Schlaganfall, der seinen rechten Arm vorübergehend lähmte und ihn zwang, Aufführungen und die Uraufführung seiner nächsten Oper „Berenice" zu verpassen. Der fantastische Seeungeheuer-Stoff um eine historische Randfigur, den byzantinischen Kaiser Justin I., macht Giustino zu einer der bildreichsten Händel-Opern.