Über das Werk
Ginevra di Scozia ist eine Oper in zwei Akten von Johann Simon Mayr nach einem Libretto von Gaetano Rossi. Rossi legte der Handlung Antonio Salvis Schauspiel „Ginevra, principessa di Scozia“ zugrunde, das seinerseits auf die Gesänge fünf und sechs von Ludovico Ariostos „Orlando furioso“ zurückgeht. Die Uraufführung fand am 21. April 1801 im neu erbauten Teatro Nuovo in Triest statt, dessen Eröffnung sie zugleich bildete.
Handlung
Die schottische Prinzessin Ginevra wird durch eine Intrige des eifersüchtigen Polinesso fälschlich der Untreue bezichtigt und zum Tode verurteilt. Erst der verkleidet auftretende Ariodante, ihr totgeglaubter Geliebter, kann ihre Unschuld in einem Duell beweisen und sie retten.
Kulturelle Bedeutung
Von der Partitur ist kein Autograph erhalten; für neuere Aufführungen mussten Herausgeber die Musik aus rund zwanzig überlieferten Quellen rekonstruieren. Das Werk blieb etwa drei Jahrzehnte im europäischen Repertoire und erreichte bereits im Oktober 1801 Wien, ehe es in Vergessenheit geriet.