Über das Werk
Komische Oper (Melodramma comico) in zwei Akten von Gaetano Donizetti nach einem Libretto von Felice Romani, das dieser bereits 1818 für Francesco Morlacchi verfasst hatte. Die Handlung geht auf eine französische Erzählung von Claude Godard d’Aucourt de Saint-Just zurück und hatte zuvor schon François-Adrien Boieldieus Opéra-comique „Jean de Paris“ (1812) als Vorlage gedient. Donizetti komponierte das Werk um 1831 als unaufgefordertes Geschenk für den Tenor Giovanni Battista Rubini, der es jedoch nie aufführte; erst am 10. September 1839 kam es, von Donizetti selbst mit Vorbehalten begleitet, an der Mailänder Scala zur Uraufführung.
Handlung
Der französische Thronfolger will seine ihm versprochene navarresische Prinzessin vor der Hochzeit unerkannt kennenlernen. Als reicher Kaufmann verkleidet, mietet er kurzerhand ein ganzes Gasthaus, in dem auch die anreisende Prinzessin samt Gefolge Quartier nehmen soll. Sie durchschaut die Maskerade, und aus der Verwechslungskomödie entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die in der Vermählung der beiden endet.
Kulturelle Bedeutung
Trotz eines erfolgreichen Premierenlaufs von zwölf Abenden unter Impresario Bartolomeo Merelli setzte sich die Oper nicht im Repertoire durch und geriet für anderthalb Jahrhunderte in Vergessenheit; erst 1985 erlebte sie in New York eine erste moderne Wiederaufführung.
