Genoveva
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Genoveva

Robert Schumann
Oper · 1850
Klassiker

Über das Werk

Genoveva ist Robert Schumanns einzige vollendete Oper, komponiert 1847 bis 1849 nach einem Libretto von Robert Reinick, das Schumann selbst überarbeitete. Vorlage sind die Genoveva-Dramen von Ludwig Tieck und Friedrich Hebbel, die auf die mittelalterliche Legende der heiligen Genoveva von Brabant zurückgehen. Die Uraufführung fand am 25. Juni 1850 am Stadttheater Leipzig unter Schumanns eigener Leitung statt.

Handlung

Während Pfalzgraf Siegfried in den Krieg zieht, verleumdet der zurückgewiesene Verwalter Golo dessen Frau Genoveva der Untreue. Siegfried glaubt der Intrige und befiehlt die Hinrichtung seiner Frau, die im letzten Moment gerettet wird und sich in die Wildnis flüchtet. Erst als Golos Schuld ans Licht kommt, erkennt Siegfried seinen Irrtum, und die Familie findet wieder zusammen.

Kulturelle Bedeutung

Die Oper blieb zu Lebzeiten Schumanns wenig erfolgreich – nach nur drei Aufführungen und verhaltener Kritik verzichtete er auf eine zweite Oper. Als einziges Bühnenwerk des Komponisten wird „Genoveva" dennoch gelegentlich wiederentdeckt und gilt als Zeugnis von Schumanns Ringen um die musikalische Dramatik der deutschen Romantik.

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