Über das Werk
Fuhrmann Henschel ist ein naturalistisches Schauspiel in fünf Akten von Gerhart Hauptmann. Er schrieb es 1897/98 in Dresden, Berlin und am Comer See und vollendete es im September 1898 in Berlin-Grunewald; die Uraufführung fand am 5. November 1898 im Deutschen Theater Berlin statt.
Handlung
Das Stück spielt in den 1860er Jahren im schlesischen Gasthaus „Zum Grauen Schwan“. Der Fuhrmann Wilhelm Henschel verspricht seiner sterbenden Frau, nie die Magd Hanne Schäl zu heiraten. Nach ihrem Tod bricht er, von Wirt Siebenhaar gedrängt, das Versprechen doch – Hanne entpuppt sich als herrschsüchtig und untreu, und Henschel geht an seiner Schuld zugrunde und nimmt sich das Leben.
Kulturelle Bedeutung
1899 erhielt Hauptmann für das Stück zum zweiten Mal den Grillparzer-Preis. Es gilt als eines seiner dichtesten Charakterdramen und wurde mehrfach verfilmt, zuletzt 1956 mit Heinz Rühmann in der Titelrolle.