Über das Werk
Oper in einem Akt von Richard Strauss zu einem Libretto von Joseph Gregor nach einer Vorlage von Stefan Zweig, der als jüdischer Autor 1938 nicht mehr öffentlich genannt werden durfte. Die Uraufführung fand am 24. Juli 1938 am Nationaltheater München unter Clemens Krauss statt, dem das Werk zusammen mit seiner Frau, der Sopranistin Viorica Ursuleac, gewidmet ist.
Handlung
Am letzten Tag des Dreißigjährigen Krieges, dem 24. Oktober 1648, hält eine katholische Stadt der Belagerung durch protestantische Truppen stand. Als der Kommandant die Zitadelle lieber in die Luft sprengen will, als sie zu übergeben, verkündet ein Hornsignal den Westfälischen Frieden: Die verfeindeten Anführer reichen sich die Hand, und die Bevölkerung feiert den Frieden.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk wurde 1939 auch bei einer von NS-Größen besuchten Aufführung in Wien anlässlich Strauss' 75. Geburtstags gegeben und galt lange als regimenahes Bekenntnis; heute wird es eher als zwiespältiges, musikalisch kraftvolles Friedensplädoyer am Vorabend des Zweiten Weltkriegs gelesen.