Freiheit in Krähwinkel
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Freiheit in Krähwinkel

Johann Nestroy
Theater · 1848
KomödieKlassiker

Über das Werk

Posse mit Gesang in zwei Teilen von Johann Nestroy, uraufgeführt am 1. Juli 1848 als Benefizvorstellung für den Autor am Carltheater in Wien. Das zweiteilige Stück – „Die Revolution“ in zwei Akten und „Die Reaktion“ in einem Akt – entstand unmittelbar während der Wiener Revolutionsereignisse von 1848.

Handlung

In der Kleinstadt Krähwinkel deckt der von Nestroy selbst gespielte Redakteur Ultra unter wechselnden Verkleidungen – als Freiheitsredner, russischer Gesandter und geflohene Exzellenz – die reaktionären Machenschaften des Bürgermeisters auf. Sein Gegenspieler, der wendige Ratsdiener Klaus, passt sich den jeweils herrschenden Machtverhältnissen an, bis der zweite Teil zeigt, wie rasch der revolutionäre Schwung wieder erlahmt.

Kulturelle Bedeutung

Die Kritik reagierte gespalten: Während „Der Wanderer“ das Stück als witzig lobte, verurteilte der Satiriker Moritz Gottlieb Saphir es als Verspottung der Freiheitsideale von 1848. Nach gut drei Monaten Spielzeit endete die Reihe am 4. Oktober 1848, zwei Tage vor Beginn der Niederschlagung des Wiener Oktoberaufstands – nicht durch Zensur, sondern weil die politische Lage ein Weiterspielen unmöglich machte.

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