Fredegunda
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Fredegunda

Reinhard Keiser
Oper · 1715

Über das Werk

Barockoper („Musicalisches Schau-Spiel“) in drei Akten von Reinhard Keiser nach einem Libretto von Johann Ulrich König, das auf Francesco Silvanis italienischem Text „Fredegonda“ (vertont von Francesco Gasparini, Venedig 1705) beruht. Die Uraufführung fand im März 1715 an der Oper am Gänsemarkt in Hamburg statt.

Handlung

König Chilperich I. der Franken soll die westgotische Prinzessin Galsuinde heiraten, liebt jedoch heimlich seine der Zauberei kundige Mätresse Fredegunda. Diese intrigiert und verführt, um die Ehe zu verhindern und selbst an die Macht zu kommen, und entzweit dabei mehrere Liebespaare. Als ihre Machenschaften und ein von ihr angestifteter Aufstand scheitern, nimmt Galsuinde ihren rechtmäßigen Platz an Chilperichs Seite ein, während Fredegunda sich das Leben nimmt.

Kulturelle Bedeutung

Fredegunda gehörte zu den erfolgreichsten und langlebigsten Werken der Gänsemarktoper: Nach der Uraufführung blieb sie sechs Spielzeiten ununterbrochen im Programm, mit Wiederaufführungen bis 1734. Nach fast 300 Jahren Vergessenheit brachte die Bayerische Theaterakademie das Werk 2007 wieder auf die Bühne.

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