Frédégonde
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Frédégonde

Ernest Guiraud
Oper · 1895
Tragödie

Über das Werk

Lyrisches Drama in fünf Akten nach einem Libretto von Louis Gallet, das Ernest Guiraud bei seinem Tod 1892 mit drei ausgearbeiteten Akten unvollendet hinterließ. Camille Saint-Saëns vollendete die Oper mit den Akten vier und fünf sowie dem Ballett des dritten Akts, Paul Dukas orchestrierte Guirauds Teile; uraufgeführt wurde das Werk am 18. Dezember 1895 an der Pariser Opéra.

Handlung

Die Handlung beruht auf der Geschichte der merowingischen Königin Frédégonde: Hilpéric und seine Gemahlin Frédégonde entmachten Königin Brunhilda von Austrasien. Hilpérics Sohn Mérowig verliebt sich in Brunhilda und heiratet sie heimlich; nach einer militärischen Niederlage suchen beide Kirchenasyl. Frédégonde erzwingt schließlich Mérowigs Verbannung, worauf dieser sich das Leben nimmt.

Kulturelle Bedeutung

Das Publikum nahm die stilistische Kluft zwischen Guirauds und Saint-Saëns' Anteilen als Bruch wahr, sodass die Oper nach nur neun Vorstellungen 1896 abgesetzt wurde. Erst 2017 erlebte Frédégonde am Opernhaus Saigon ihre erste Wiederaufführung der Neuzeit – jener Stadt, in der Saint-Saëns während einer Indochina-Reise an der Vollendung der Partitur gearbeitet hatte.

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