Feuersnot
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Feuersnot

Richard Strauss
Oper · 1901

Über das Werk

Einaktige Oper („Singgedicht“) von Richard Strauss zu einem Libretto von Ernst von Wolzogen nach einer niederländischen Sage, uraufgeführt am 21. November 1901 am Königlichen Opernhaus Dresden unter Ernst von Schuch. Wolzogen verlegte den Stoff ins mittelalterliche München und ließ darin unverkennbar Seitenhiebe auf die dortige Ablehnung Wagners und des jungen Strauss einfließen.

Handlung

Zur Sommersonnenwende demütigt die Bürgermeisterstochter Diemut den Zauberlehrling Kunrad öffentlich, indem sie ihn in einem Korb vor aller Augen hochziehen lässt. Zur Strafe löscht Kunrad mit einem Bannspruch alle Feuer der Stadt. Erst als Diemut sich ihm hingibt, entfacht neues Licht – und mit ihm die Feuer Münchens.

Kulturelle Bedeutung

Die Dresdner Uraufführung wurde ein beachtlicher Erfolg, und Gustav Mahler brachte das Werk nur zwei Monate später an die Wiener Hofoper. Mit seiner offenen erotischen Schlussszene und der Verspottung Münchens gilt „Feuersnot“ als Strauss' bewusste Abrechnung mit seiner konservativen Heimatstadt.

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