Über das Werk
Das Festspiel in deutschen Reimen ist ein Auftragswerk Gerhart Hauptmanns zur Hundertjahrfeier der Befreiungskriege. Unter der Regie von Max Reinhardt wurde es am 31. Mai 1913 in der neu erbauten Jahrhunderthalle Breslau uraufgeführt; das Stück ist nicht in Akte, sondern durch Regieanweisungen gegliedert.
Handlung
Bis auf den Regisseur und seinen Gehilfen Philistiades treten alle Figuren als von echten Schauspielern gespielte Marionetten auf. Die im Text spürbare kriegskritische, pazifistische Haltung passte nicht zum patriotischen Anlass der Feier.
Kulturelle Bedeutung
Nach Protesten von Kriegervereinen und auf Druck des Schirmherrn, Kronprinz Wilhelm von Preußen, wurde das Festspiel schon nach elf von fünfzehn geplanten Aufführungen am 18. Juni 1913 abgesetzt – einer der größten Theaterskandale der wilhelminischen Zeit.
