Feinde
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Maxim Gorki
Theater · 1906
Drama

Über das Werk

Drama von Maxim Gorki, im Sommer 1906 während seines Exils in den USA geschrieben und noch im selben Jahr in Petersburg und Stuttgart als Buch veröffentlicht. Die Uraufführung fand am 24. November 1906 am Kleinen Theater Berlin unter der Regie Victor Barnowskys statt; die Berliner Polizei verbot die Aufführungen bereits am 7. Dezember 1906. In Russland selbst war das Stück durch die zaristische Zensur verboten und kam erst am 25. September 1933 am Leningrader Staatlichen Schauspielhaus zur Uraufführung.

Handlung

Während eines Arbeiterkonflikts in einer russischen Textilfabrik wird Fabrikdirektor Michail Skrobotow erschossen. Der Fabrikbesitzer Sachar Bardin, der seinen Arbeitern paternalistisch gegenübertritt, und der sozialistische Organisator Sinzow stehen sich im Streit um Schuld und Verantwortung gegenüber. Die junge Adlige Nadja wendet sich im Lauf des Stücks zunehmend den Arbeitern zu und bekennt sich am Ende offen zur Revolution.

Kulturelle Bedeutung

Ein russischer Zensor lehnte das Stück 1907 ab, weil es einen unversöhnlichen Gegensatz zwischen Arbeitern und Unternehmern zeige, in dem die Arbeiter als entschlossene, bewusst gegen das Kapital kämpfende Figuren erschienen. Wegen dieses Verbots war die Berliner Erstaufführung 1906 über Jahrzehnte die einzige Bühnenfassung des Stücks weltweit. Es beeinflusste auch das spätere politische Theater, etwa Erwin Piscators Inszenierung von 1920.

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