Über das Werk
"Faramondo" ist eine Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel nach einem anonym bearbeiteten Libretto, das auf Apostolo Zenos 1698 in Venedig uraufgeführtem Text (in der Fassung Francesco Gasparinis von 1720) beruht. Händel begann die Komposition am 15. November 1737, unterbrach die Arbeit für eine Trauerhymne zur Beisetzung Königin Carolines am 17. Dezember und beendete die Partitur an Heiligabend; die Uraufführung fand am 3. Januar 1738 am King's Theatre in London statt.
Handlung
König Faramondo der Franken liebt Rosimonda, die Tochter seines Kriegsgegners König Gustavo von Kimbrien, dessen Sohn Sveno er im Kampf getötet hat. Trotz des daraus entstandenen Blutfehde-Schwurs bietet Faramondo wiederholt sein eigenes Leben an; erst die Enthüllung, dass Sveno gar nicht Gustavos leiblicher Sohn war, löst die Feindschaft auf und macht die Heirat der Liebenden möglich.
Kulturelle Bedeutung
Die Premiere wurde laut dem "London Daily Post" mit "allgemeinem Beifall" aufgenommen, Händel selbst habe "außerordentliche und wiederholte Zeichen der Zustimmung" erhalten; das Werk erlebte zunächst sieben Vorstellungen und eine Wiederaufnahme im Mai 1738.
