Ezio
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Ezio

Josef Mysliveček
Oper · 1775

Über das Werk

Ezio ist eine Opera seria in drei Akten von Josef Mysliveček nach Pietro Metastasios Libretto, das 1728 erstmals von Nicola Porpora vertont worden war. Die Uraufführung fand am 30. Mai 1775 am Teatro San Carlo in Neapel statt, zum Namenstag König Ferdinands IV., und war die letzte von vier Neapel-Kompositionen, die Mysliveček zwischen 1773 und 1775 für das Haus schrieb.

Handlung

Vor dem Hintergrund des untergehenden Weströmischen Reichs im 5. Jahrhundert lieben sich der Feldherr Ezio und die Patriziertochter Fulvia, doch auch Kaiser Valentiniano begehrt Fulvia. Aus dieser Konstellation entwickelt sich ein Konflikt zwischen Staatsraison, Freundschaft und Liebe, der die Handlung bis zur Auflösung am Ende trägt.

Kulturelle Bedeutung

Mit dem Kastraten Gaspare Pacchierotti in einer der Hauptrollen wurde die Oper beim neapolitanischen Publikum sehr gut aufgenommen. Der Musikwissenschaftler Daniel E. Freeman zeigte später, dass Mozart sich für seine eigene Vertonung derselben Szene, „Misera, dove son?/Ah, non so io che parlo“ (KV 369), an Myslivečeks Musik orientierte. Nach ihrer Uraufführung geriet die Oper weitgehend in Vergessenheit und wurde erst 1937 in Prag wiederentdeckt.

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