Über das Werk
Ezio ist eine Opera seria von Christoph Willibald Gluck nach einem Libretto von Pietro Metastasio. Sie wurde im Karneval 1750 am Neuen Theater (Divadlo v Kotcích) in Prag uraufgeführt; 1763 legte Gluck für Wien eine überarbeitete Fassung vor, die rund die Hälfte der Musik der Prager Version übernimmt.
Handlung
Nach seinem Sieg über Attila und die Hunnen kehrt der römische Feldherr Ezio nach Rom zurück, wo ihn Kaiser Valentiniano als Rivalen um die Liebe Fulvias betrachtet. Fulvias Vater Massimo verschwört sich gegen den Kaiser und schiebt Ezio die Schuld zu. Als ein Aufstand ausbricht, rettet Ezio dem Kaiser das Leben, Massimo wird entlarvt, und Ezio erhält Fulvia zur Frau.
Kulturelle Bedeutung
Die Prager Fassung von 1750 ist noch eine reine Opera seria ohne Anklänge an Glucks spätere Reform; erst die Wiener Überarbeitung von 1763 fällt in die Zeit seiner beginnenden Neuerungen. Metastasios Libretto wurde zuvor bereits von Komponisten wie Porpora, Hasse und Händel vertont.
