Über das Werk
Ezio ist eine Opera seria von Johann Adolph Hasse nach Pietro Metastasios Libretto über den römischen Feldherrn Flavius Aëtius. Hasse vertonte den Stoff zweimal: zuerst 1730 in Neapel, dann in einer von Giovanni Ambrogio Migliavacca überarbeiteten Textfassung am 20. Januar 1755 für das Dresdner Hoftheater. Die Dresdner Produktion galt als eine der aufwendigsten Inszenierungen des sächsischen Hofes und wurde in mehreren zeitgenössischen Zeitungen besprochen.
Handlung
Nach seinem Sieg über Attilas Hunnen kehrt Ezio nach Rom zurück, wo ihn der Patrizier Massimo in ein Attentat auf Kaiser Valentiniano III. verstrickt und den Verdacht auf ihn lenkt – auch weil beide Männer um die Gunst Fulvias werben. Erst als Ezio den Kaiser bei einem Volksaufstand rettet, klärt sich die Verschwörung auf, und er kann Fulvia heiraten.
Kulturelle Bedeutung
Dass Hasse denselben Stoff 25 Jahre nach seiner neapolitanischen Erstvertonung noch einmal komponierte, zeigt, wie lange Metastasios Ezio-Text im Repertoire blieb; die Textüberarbeitung durch Migliavacca für Dresden belegt zudem, wie flexibel Opera-seria-Libretti an neue Anlässe angepasst wurden.