Über das Werk
Euryanthe ist eine „große heroisch-romantische Oper“ in drei Akten von Carl Maria von Weber nach einem Libretto von Helmina von Chézy, das auf einem mittelalterlichen französischen Ritterroman beruht. Weber dirigierte die Uraufführung selbst am 25. Oktober 1823 im Wiener Theater am Kärntnertor.
Handlung
Graf Adolar verwettet sein Land auf die Treue seiner Verlobten Euryanthe. Die eifersüchtige Eglantine entwendet ein Geheimnis um den Tod von Adolars Schwester und liefert es dem Grafen Lysiart als vermeintlichen Beweis für Euryanthes Untreue. Erst als Eglantine am eigenen Betrug zerbricht, klärt sich die Verleumdung auf, und die Liebenden werden vereint.
Kulturelle Bedeutung
Weber schuf mit Euryanthe seine einzige durchkomponierte, dialogfreie Oper nach dem Vorbild großer italienischer und französischer Bühnenwerke – ein Ansatz, den Richard Wagner später ausdrücklich als Vorbild für seinen „Lohengrin“ nannte. Dennoch verschwand das als handlungsverworren geltende Werk nach rund zwanzig Aufführungen von der Bühne.
