Esther
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Esther

Jean Racine
Theater · 1689
TragödieKlassiker

Über das Werk

Esther ist eine Tragödie in drei Akten mit Chorgesängen von Jean Racine, uraufgeführt am 26. Januar 1689 im Mädchenerziehungsinstitut Saint-Cyr. Racine schrieb sie auf Wunsch von Madame de Maintenon, der Gattin Ludwigs XIV. und Gründerin der Schule, als biblisches Lehrstück für deren Schülerinnen; die Chöre vertonte Jean-Baptiste Moreau.

Handlung

Die jüdische Esther ist heimlich mit dem persischen König Ahasver verheiratet, ohne dass dieser ihre Herkunft kennt. Als der Minister Aman einen Erlass zur Vernichtung aller Juden im Reich durchsetzt, riskiert Esther ihr Leben, indem sie ungerufen vor den König tritt und Aman als den wahren Urheber der Verschwörung entlarvt. Der König lässt Aman hinrichten und rettet das jüdische Volk.

Kulturelle Bedeutung

Esther wurde zwischen Januar und Februar 1689 mehrfach vor dem Hof gespielt und brachte Racine die Ernennung zum Gentilhomme ordinaire du roi ein. Der Erfolg des Schulstücks ermutigte Racine zwei Jahre später zu einem zweiten biblischen Werk für Saint-Cyr, Athalie.

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