Esclarmonde
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Esclarmonde

Jules Massenet
Oper · 1889

Über das Werk

Opéra romanesque mit Prolog, vier Akten und Epilog von Jules Massenet nach dem mittelalterlichen Versroman „Parthénopeus de Blois“, mit einem Libretto von Alfred Blau und Louis de Gramont. Die Uraufführung fand am 15. Mai 1889 im Théâtre du Châtelet – dem Ausweichspielort der Opéra-Comique nach deren Brand 1887 – während der Pariser Weltausstellung statt.

Handlung

Die byzantinische Kaiserin und Zauberin Esclarmonde liebt heimlich den Ritter Roland, darf sich ihm aber nur unter der Bedingung zeigen, dass er nie ihr Gesicht sieht oder ihre Identität erfährt. Als Mönche sie enttarnen, zerbricht in der Schlacht das Zauberschwert, das sie Roland geschenkt hatte. Erst als Roland in einem Turnier um ihre Hand kämpft und gewinnt, dürfen die beiden offen zueinanderfinden.

Kulturelle Bedeutung

Massenet bezeichnete Esclarmonde als sein ambitioniertestes Werk und komponierte die extrem anspruchsvolle Titelpartie für die junge amerikanische Sopranistin Sibyl Sanderson, deren hohes G im vierten Akt als „Eiffel-Note“ des Opéra-Comique bekannt wurde – benannt nach dem im selben Jahr eröffneten Eiffelturm. Mit Leitmotiven und dreifach besetztem Holz gilt die Partitur als Massenets wagnerisch geprägtestes Werk.

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