Es bleibt ja in der Familie
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Es bleibt ja in der Familie

Alexander Nikolajewitsch Ostrowski
Theater · 1861
KomödieKlassiker

Über das Werk

Komödie in vier Akten von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski, zwischen 1846 und 1849 unter dem Titel „Der Bankrott“ verfasst und im März 1850 unter dem Titel „Es bleibt ja in der Familie“ in der Zeitschrift „Moskwitjanin“ erstveröffentlicht. Wegen des negativen Kaufmannsbilds von der Zensur zunächst vollständig verboten, kam das – mit einem von den Behörden verlangten anderen Schluss versehene – Stück erst am 16. Januar 1861 am Alexandrinski-Theater in Sankt Petersburg auf die Bühne; die ursprüngliche Fassung wurde erst 1881 gespielt.

Handlung

Der Kaufmann Bolschow will seine Gläubiger betrügen, indem er sein Vermögen zum Schein auf seinen Kommis Podchaljusin überträgt und diesem zugleich seine Tochter Olimpiada zur Frau gibt. Nach der Hochzeit weigern sich die beiden, den inzwischen mittellosen und verhafteten Bolschow auszulösen, und verprassen stattdessen sein Vermögen – bis Podchaljusin selbst wegen des Betrugs ins Visier der Behörden gerät.

Kulturelle Bedeutung

Mit dem schonungslosen Bild eines Kaufmanns, der von der eigenen Gier eingeholt wird, brachte das Stück nach Ostrowskis eigener Einschätzung erstmals die Moskauer Kaufmannswelt unverstellt auf die Bühne und begründete seinen Ruf als deren schärfster Chronist. Lew Tolstoi äußerte sich nach der Lektüre des Debütstücks begeistert und bescheinigte dem jungen Ostrowski außergewöhnliches dramatisches Talent.

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