Ercole amante
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Ercole amante

Francesco Cavalli
Oper · 1662

Über das Werk

Tragedia in einem Prolog und fünf Akten von Francesco Cavalli nach einem Libretto von Francesco Buti, das auf Sophokles’ „Trachinierinnen“ und dem neunten Buch von Ovids „Metamorphosen“ beruht. Kardinal Mazarin bestellte das Werk zur Hochzeit Ludwigs XIV. mit Maria Theresia von Spanien 1660; wegen des Baus eines eigens dafür errichteten Theaters verzögerte sich die Uraufführung bis zum 7. Februar 1662 im Théâtre des Tuileries in Paris.

Handlung

Der bereits mit Deianira vermählte Herakles verliebt sich in die Königstochter Iole, deren Vater er getötet hat, während Ioles Herz seinem Sohn Illo gehört. Die Göttin Venus unterstützt Herakles mit Zauberkraft, Juno sucht dies zu vereiteln; nach Intrigen und Verwicklungen stirbt Herakles durch ein von Iole überreichtes vergiftetes Gewand, wird aber am Ende in den Olymp erhoben, wo er die Schönheitsgöttin heiratet.

Kulturelle Bedeutung

Für die Ausstattung errichtete der Architekt Gaspare Vigarani die riesige „Salle des Machines“ mit aufwendiger Bühnenmaschinerie, die Ballettmusik dazu komponierte der junge Jean-Baptiste Lully. Das Publikum bevorzugte jedoch Lullys französische Tänze gegenüber Cavallis italienischem Stil, sodass die Oper nur mäßigen Erfolg hatte; enttäuscht kehrte Cavalli nach Venedig zurück, und erst rund 300 Jahre später, ab 1961, wurde das Werk wiederentdeckt.

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