Epilog
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Epilog

John Neumeier
Ballett · 2024

Über das Werk

Epilog ist ein Ballett von John Neumeier, das am 30. Juni 2024 beim Hamburg Ballett in der Staatsoper Hamburg uraufgeführt wurde. Es ist die letzte Kreation, mit der Neumeier seine 51-jährige Schaffenszeit als Intendant und Chefchoreograf des Hamburg Ballett beschloss – sein 173. Werk. Zu Musik von Franz Schubert, Richard Strauss und Simon & Garfunkel schuf er ein intimes, kammermusikalisch angelegtes Stück mit Klavier und Gesang auf der Bühne.

Handlung

Epilog ist ein eher abstraktes Ballett der leisen Töne und subtilen Bewegungen, das viel Raum für eigene Assoziationen lässt. Es beginnt mit einem jungen Tänzer, der aus der Tiefe eines turmartigen Gerüsts hervortritt – ein Bild, das an einen Geburtskanal und an den Aufbruch einer neuen Generation denken lässt. Der zweite Teil, choreografiert zu Richard Strauss'' „Vier letzten Liedern" (gesungen von einer Sopranistin), wirkt ätherisch, verträumt und entrückt. Als Resümee seines Schaffens blickt Neumeier zugleich zurück und nach vorn – hin zu jenen Tänzerinnen und Tänzern, die seinen Weg fortsetzen.

Kulturelle Bedeutung

Mit Epilog beschloss der dienstälteste Ballettdirektor der Welt eine Ära: 51 Jahre prägte John Neumeier das Hamburg Ballett und das internationale Tanztheater wie kaum ein anderer. Das Werk, getragen von hochkarätigen Gastkünstlern und der Originalbesetzung seines Ensembles, wurde als bewegender, persönlicher Abschied gefeiert – ein leiser, würdevoller Schlusspunkt unter ein Lebenswerk.

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