Über das Werk
Elisabetta, regina d'Inghilterra ist ein Dramma per musica in zwei Akten von Gioachino Rossini nach einem Libretto von Giovanni Schmidt, das auf Carlo Federicis Schauspiel „Il paggio di Leicester" und mittelbar auf Sophia Lees Roman „The Recess" beruht. Die Uraufführung fand am 4. Oktober 1815 am Teatro San Carlo in Neapel statt – Rossinis erstes von neun Werken für dieses Haus.
Handlung
Königin Elisabetta liebt ihren siegreichen Feldherrn Leicester, der jedoch heimlich Matilde geheiratet hat, die Tochter der hingerichteten Maria Stuart. Als der Herzog von Norfolk die Verbindung aufdeckt, lässt die gekränkte Königin das Paar wegen Verrats verurteilen. Erst als Norfolk selbst einen Anschlag auf sie plant und die Loyalität des Paares sich zeigt, begnadigt Elisabetta Leicester und Matilde und verzichtet auf ihr persönliches Glück.
Kulturelle Bedeutung
Mit dieser Oper verzichtete Rossini erstmals durchgehend auf trockene, nur vom Cembalo begleitete Rezitative zugunsten orchestrierter Rezitative und schrieb die Gesangsverzierungen erstmals vollständig aus, statt sie den Sängern zu überlassen. Das Werk begründete seinen Ruf in Neapel; 1822 dirigierte Rossini selbst eine Aufführung in Wien.
