Über das Werk
Dramma per musica in drei Akten, das Francesco Cavalli 1667 nach einem Libretto von Aurelio Aureli für die venezianische Karnevalssaison 1668 komponierte. Kurz vor der geplanten Premiere wurde das fertige Werk jedoch zurückgezogen und durch eine Neuvertonung desselben Stoffs von Giovanni Antonio Boretti ersetzt; die eigentliche Uraufführung fand erst am 27. November 1999 im Teatro San Domenico in Crema, Cavallis Geburtsstadt, statt.
Handlung
Der junge römische Kaiser Eliogabalo missbraucht seine Macht, um sich in die Liebesbeziehungen seiner Generäle Alessandro und Giuliano einzumischen und deren Verlobte für sich zu beanspruchen. Beim Versuch, seinen Rivalen Alessandro zu vergiften und dessen Braut Gemmira zu vergewaltigen, wird Eliogabalo von seinen eigenen Soldaten getötet.
Kulturelle Bedeutung
Warum das fertige Werk 1668 kurzfristig abgesetzt wurde, ist urkundlich nicht belegt; diskutiert werden ein als altmodisch geltender Kompositionsstil oder Bedenken gegen die Darstellung eines Kaisermords. Cavalli selbst zählte Eliogabalo später zu den Opern, die er der Nachwelt überliefern wollte, und das Autograph gelangte in die Biblioteca Marciana in Venedig, bevor das Werk erst 1999 seine tatsächliche Bühnenpremiere erlebte.