Elegie für junge Liebende
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Elegie für junge Liebende

Hans Werner Henze
Oper · 1961
Tragödie

Über das Werk

Kammeroper in drei Akten von Hans Werner Henze zu einem Libretto von W. H. Auden und Chester Kallman, mit denen Henze seit einer ersten Begegnung auf Ischia 1954 verbunden war und die ihn in den folgenden Sommern mehrfach in ihrem österreichischen Wohnort Kirchstetten empfingen, um gemeinsam an dem Werk zu arbeiten. Die deutschsprachige Uraufführung fand am 20. Mai 1961 im Rokokotheater Schwetzingen im Rahmen der Schwetzinger Festspiele statt, die englische Originalfassung folgte im Juli desselben Jahres in Glyndebourne.

Handlung

Der alternde, egozentrische Dichter Mittenhofer arbeitet in einem Berghotel an einem neuen Werk und lässt sich dabei von den Visionen der greisen Hedwig Reischmann inspirieren. Als seine junge Geliebte Elisabeth sich in den Bergführer Toni verliebt, gibt Mittenhofer das Paar scheinbar großzügig frei – schickt es aber trotz drohenden Unwetters auf eine Bergtour, bei der beide im Schneesturm umkommen. Beim Fest zur Uraufführung seiner „Elegie für junge Liebende" nutzt Mittenhofer den Tod der beiden kaltblütig als künstlerischen Stoff.

Kulturelle Bedeutung

Die Oper markierte den Beginn der Zusammenarbeit zwischen Henze und dem Dichterpaar Auden/Kallman, das zuvor bereits das Libretto zu Strawinskys „The Rake's Progress" verfasst hatte; 1966 folgte mit „Die Bassariden" ihr zweites gemeinsames Werk mit Henze. Als schonungslose Studie über künstlerische Selbstbezogenheit gilt die Elegie bis heute als eines der literarisch anspruchsvollsten Libretti des Nachkriegsmusiktheaters.

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