Über das Werk
Lokal-Posse mit Gesang in drei Aufzügen von Johann Nestroy, uraufgeführt am 17. Januar 1837 im Theater an der Wien als Benefizvorstellung für den Autor. Nestroy übertrug den Stoff von Louis Angelys Pariser Vaudeville „Wohnungen zu vermieten“ (1832) ins zeitgenössische Wien; die vollständige Ankündigung führte mit „Eine Wohnung ist zu verlassen in der Vorstadt“ und „Eine Wohnung mit Garten ist zu haben in Hietzing“ zwei weitere Wohnungsangebote im Titel.
Handlung
Der Rentier Gundlhuber ist auf Wohnungssuche, und mit ihr verflicht sich ein Geflecht aus mehreren Liebesgeschichten: ein Streit um einen Ehevertrag, ein im Schrank versteckter Liebhaber und das Wachsfigurenkabinett der Madame Chaly sorgen für Verwirrung. Ein vermeintlicher Mord bringt die Handlung an den Rand der Katastrophe, ehe sich am Ende alle Verwicklungen zum Guten auflösen.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung geriet zum Skandal: Das Publikum pfiff und stampfte das Stück nach nur zwei Vorstellungen von der Bühne, weil es sich in der scharfen Satire auf das Wiener Kleinbürgertum getroffen fühlte. Erst eine Wiederaufführung 1924 verhalf dem Werk zum Erfolg; später machte Karl Kraus es durch seine Lesungen erneut bekannt.