Eine Frau ohne Bedeutung
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Eine Frau ohne Bedeutung

Oscar Wilde
Theater · 1893
Komödie

Über das Werk

Oscar Wilde schrieb die Gesellschaftskomödie auf Wunsch des Schauspielers und Theaterleiters Herbert Beerbohm Tree, der darin selbst die Hauptrolle des Lord Illingworth übernahm. Die Uraufführung fand am 19. April 1893 im Londoner Haymarket Theatre statt und lief mit 113 Vorstellungen bis August desselben Jahres. Das Stück ist das zweite von Wildes vier Gesellschaftskomödien, nach „Lady Windermeres Fächer“.

Handlung

Bei einem Landhausbesuch bei Lady Hunstanton wird dem jungen Gerald Arbuthnot die Stelle als Privatsekretär des charmanten Lord Illingworth angeboten. Seine Mutter widersetzt sich, denn Illingworth ist der Mann, der sie vor zwanzig Jahren verführte und eine Heirat verweigerte, als sie sein uneheliches Kind erwartete. Als Illingworth sich später an Geralds Verlobter Hester vergreift, weist Mrs Arbuthnot ihn öffentlich zurück und lehnt trotz gesellschaftlichen Drucks eine nachträgliche Heirat ab.

Kulturelle Bedeutung

Wilde nutzte das Stück, um die doppelte Moral der viktorianischen Gesellschaft anzuprangern, die Männern ihre Verfehlungen nachsah, während Frauen dafür dauerhaft geächtet wurden. Die Kritik reagierte gespalten zwischen Lob für den Dialogwitz und Vorbehalten gegenüber der Handlungskonstruktion; rückblickend gilt es als das schwächste von Wildes vier Gesellschaftsstücken.

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