Über das Werk
Komödie in fünf Akten von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski, 1868 entstanden und am 1. November 1868 am Alexandrinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt. In deutscher Bühnenfassung ist das Stück unter anderem als „Auch der Klügste ist mal dumm“ beim Verlag der Autoren im Vertrieb.
Handlung
Der ehrgeizige, aber mittellose Glumow schmeichelt sich in eine wohlhabende Moskauer Gesellschaft ein, spielt entfernte Verwandte und einflussreiche Bekannte gegeneinander aus und will so eine Anstellung und die reiche Erbin Maschenka gewinnen. In einem privaten Tagebuch kommentiert er hämisch jeden seiner Schachzüge – als es seiner Umgebung in die Hände fällt, ist sein Aufstieg mit einem Schlag beendet.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung wurde zu einem der größten Bühnenerfolge Ostrowskis: Beim anschließenden Gastspiel am Moskauer Maly-Theater unterbrach das Publikum die Vorstellung, um den anwesenden Autor mit Ovationen zu feiern. Die Titelfigur Glumow, deren zynisches Doppelleben das eigene Geheimtagebuch entlarvt, gilt als Vorläufer der scharfen Gesellschaftssatiren des russischen und europäischen Theaters.
