Ein Leben für den Zaren
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Ein Leben für den Zaren

Michail Iwanowitsch Glinka
Oper · 1836

Über das Werk

Ein Leben für den Zaren ist Michail Glinkas erste Oper; das russische Libretto verfasste hauptsächlich Baron Jegor von Rosen, mit Beiträgen unter anderem von Wassili Schukowski. Die Uraufführung fand am 9. Dezember 1836 (27. November nach julianischem Kalender) im Bolschoi-Kamenny-Theater in Sankt Petersburg unter der Leitung von Catterino Cavos statt.

Handlung

Im Winter 1613, während der polnisch-russischen Wirren, führt der Bauer Iwan Sussanin polnische Soldaten, die dem neu gewählten Zaren Michail Romanow nachstellen, absichtlich in einen unpassierbaren Wald. Sein Ziehsohn kann den Zaren rechtzeitig warnen, während Sussanin sein Leben für dessen Rettung opfert.

Kulturelle Bedeutung

Glinka nannte das Werk zunächst Iwan Sussanin, benannte es aber auf Wunsch Zar Nikolaus' I. um. Es gilt als erste russische Oper, die dauerhaft im Repertoire blieb, und prägte spätere Komponisten wie Mussorgski und Rimski-Korsakow. Wegen der zarentreuen Handlung unterdrückte die Sowjetunion das Werk zeitweise; 1939 kehrte es mit überarbeitetem Libretto unter dem alten Titel Iwan Sussanin zurück, nach 1991 wieder unter dem ursprünglichen Titel.

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