Über das Werk
„Eight Songs for a Mad King“ ist ein etwa halbstündiges Monodrama für Männerstimme und sechs Instrumentalist:innen von Peter Maxwell Davies. Den englischen Text schrieb der in Australien geborene Schriftsteller Randolph Stow, teils nach überlieferten Worten König Georgs III. Davies komponierte das Stück für den Schauspieler und Sänger Roy Hart und sein eigenes Ensemble, die Pierrot Players; die Uraufführung fand am 22. April 1969 in der Londoner Queen Elizabeth Hall statt, mit Hart als König und unter Leitung des Komponisten.
Handlung
Der geisteskranke Georg III. versucht, seinen Gimpeln mit einer kleinen mechanischen Orgel Melodien beizubringen, und singt mit zerrütteter Stimme gegen sie an. Die acht Lieder bilden seinen Monolog, während er den Vögeln zuhört: Flöte, Klarinette, Violine und Cello verkörpern die Vögel und spielen traditionell aus großen Käfigen, der Schlagzeuger ist sein Wärter. Der König schwankt zwischen Wut, Witz und Verlorenheit, reißt auf dem Höhepunkt die Geige an sich und zerschlägt sie; offen bleibt, ob hier Georg III. spricht oder ein Mann, der sich für ihn hält.
Kulturelle Bedeutung
Den Anstoß gab eine kleine mechanische Orgel, die acht Melodien spielte und Georg III. gehört hatte; Stow bekam sie 1966 gezeigt. Die Partitur verbindet eine modernistische Klangsprache mit Pastiche und Zitaten von Händel bis zum Foxtrott und verlangt vom Sänger extreme Techniken wie Akkordgesang über mehr als vier Oktaven. Das Werk gilt als Klassiker des Musiktheaters; 1987 diente es als Musik für ein Ballett von Jonathan Taylor beim Het Nationale Ballet.
