Über das Werk
Kurt Weill komponierte die einaktige Folk-Opera zu einem Libretto von Arnold Sundgaard, ursprünglich 1945 als zwanzigminütige Rundfunkfassung; 1948 erweiterte er sie im Auftrag des Musikverlags Schirmer auf Bitten der Indiana University zu einer vierzigminütigen Bühnenfassung für Musikstudierende. Die Uraufführung dieser Fassung fand am 15. Juli 1948 in Bloomington, Indiana, statt, unter der musikalischen Leitung von Ernst Hoffmann und der Regie von Hans Busch.
Handlung
Der junge Brack Weaver verliebt sich in Jennie Parsons, doch ihr Vater drängt sie, stattdessen mit dem wohlhabenden Gläubiger Bouché zum Tanz zu gehen. Als ein betrunkener Bouché Brack angreift, tötet Brack ihn in Notwehr und wird zum Tode verurteilt; in der letzten Nacht vor der Hinrichtung entflieht er kurz aus dem Gefängnis, um Jennie noch einmal zu sehen, bevor er sich seinem Schicksal stellt.
Kulturelle Bedeutung
Weill verwob bekannte amerikanische Volkslieder wie „Down in the Valley“ und „The Lonesome Dove“ mit eigens komponierter Chormusik und schuf damit ein bewusst einfach gehaltenes Werk für Schul- und Laienbühnen. Es zählt bis heute zu den meistgespielten amerikanischen Opern an Musikhochschulen und Amateurtheatern.