Über das Werk
Gerhart Hauptmann schrieb dieses Schauspiel in fünf Akten 1925. Die Uraufführung leitete Max Reinhardt am 20. November 1926 am Theater in der Josefstadt in Wien, mit Dagny Servaes in der Titelrolle und Oskar Homolka als Mario Malloneck; nahezu zeitgleich folgten Ringaufführungen an mindestens 17 weiteren deutschsprachigen Bühnen.
Handlung
Die streng erzogene Pfarrerstochter Dorothea wird von ihrem Vater, einem Gefängnisgeistlichen, zur Heirat mit ihrem Verführer, dem Koch Mario Malloneck, gedrängt, nachdem sie schwanger geworden ist. In Amerika scheitert die Ehe an Marios Gewalt und Untreue; Halt findet Dorothea beim Ingenieur Michael Sever. Am Ende steht sie wegen des Todes ihres Mannes vor Gericht und wird freigesprochen.
Kulturelle Bedeutung
Zeitgenossen wie Alfred Polgar hielten den Stoff für überholt, andere lasen darin eine Anklage bürgerlicher Doppelmoral; Hans Mayer rühmte besonders die schonungslose Zeichnung des Pastors Angermann. 1958/59 verfilmte Robert Siodmak den Stoff unter demselben Titel.