Über das Werk
In seinem Garten liebt Don Perlimplín Belisa ist eine Kammeroper von Wolfgang Fortner nach dem gleichnamigen Stück von Federico García Lorca. Die Uraufführung fand 1962 bei den Schwetzinger Festspielen statt. Fortner, einer der prägenden Lehrer der deutschen Nachkriegsmoderne, vertont Lorcas tragikomisches „erotisches Alleluja" mit feiner, teils zwölftöniger Klanglichkeit, spanischem Kolorit und großer Transparenz.
Handlung
Der alte, weltfremde Don Perlimplín lässt sich von seiner Haushälterin zur Heirat mit der jungen, sinnlichen Belisa überreden. Schon in der Hochzeitsnacht betrügt ihn Belisa. Statt sich zu rächen, beschließt Perlimplín, in ihr die wahre Liebe zu wecken: Er erfindet einen geheimnisvollen jungen Verehrer, in dessen rotem Umhang er selbst auftritt, und entfacht so Belisas Leidenschaft für den Unbekannten. Auf dem Höhepunkt ersticht sich Perlimplín in der Gestalt des jungen Liebhabers – und stirbt, damit Belisa zum ersten Mal wahrhaft liebt und um ihn trauert.
Kulturelle Bedeutung
Fortners Kammeroper zählt zu den meistbeachteten deutschen Opern der Nachkriegszeit und brachte Lorcas poetische Welt auf die Musikbühne. Das Werk verbindet spanisches Kolorit mit der Strenge der Moderne und gilt als Schlüsselwerk für das deutsche Musiktheater der 1960er Jahre.
