Œdipe
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Œdipe

Pierre Corneille
Theater · 1659
TragödieKlassiker

Über das Werk

„Œdipe" ist eine Tragödie von Pierre Corneille, uraufgeführt am 24. Januar 1659 im Hôtel de Bourgogne in Paris. Mit ihr kehrte Corneille nach sieben Jahren Schweigen und dem Misserfolg von „Pertharite" auf Drängen Nicolas Fouquets auf die Bühne zurück.

Handlung

In Theben wütet die Pest, während Dircé, Tochter des früheren Königs Laïos, Œdipe als Usurpator ihres Erbes betrachtet und dessen Bündnis mit Thésée fürchtet, den sie liebt. Anders als bei Sophokles rückt Corneille den politischen Machtkampf um den thebanischen Thron in den Mittelpunkt und erweitert die Handlung um die Liebesgeschichte zwischen Thésée und Dircé. Wie in der Vorlage nimmt sich Jokaste am Ende das Leben, doch auf die Selbstblendung Œdipes verzichtet Corneille.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück wurde bei der Premiere begeistert gefeiert und brachte Corneille zurück ins Zentrum des Pariser Theaterlebens; zugleich zeigt seine freie Bearbeitung des Sophokles-Stoffs exemplarisch, wie das französische klassische Theater antike Mythen politisch aktualisierte.

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