Die Zwangsheirat
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Die Zwangsheirat

Molière
Theater · 1664
Komödie

Über das Werk

Molière schrieb „Die Zwangsheirat“ 1664 als einaktige Ballettkomödie in Prosa, gemeinsam mit dem Komponisten Jean-Baptiste Lully und dem Choreografen Pierre Beauchamp. Die Uraufführung fand am 29. Januar 1664 im Louvre vor Ludwig XIV. statt, der selbst mittanzte; die öffentliche Erstaufführung folgte am 15. Februar im Théâtre du Palais-Royal in Paris.

Handlung

Der wohlhabende Sganarelle, Mitte fünfzig, will die junge Dorimène heiraten. Ein Freund rät ihm ab, zwei befragte Philosophen und zwei wahrsagende Zigeunerinnen liefern nur widersprüchliche Ratschläge. Als Sganarelle mitanhört, wie Dorimène ihrem Liebhaber gesteht, nur an sein Vermögen und seinen baldigen Tod zu denken, will er die Verlobung lösen – doch ihr streitlustiger Bruder zwingt ihn mit Duelldrohungen zur Heirat.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück entstand der Überlieferung nach innerhalb weniger Tage und zählt zu den frühen Gemeinschaftsarbeiten Molières mit Lully, aus denen die Gattung der Comédie-ballet hervorging. Es gehört bis heute zum Repertoire der Comédie-Française.

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