Die Weibervolksversammlung
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Die Weibervolksversammlung

Aristophanes
Theater · -392
KomödieKlassiker

Über das Werk

Aristophanes schrieb die Komödie vermutlich um 392 v. Chr., in den unsicheren Jahren nach dem verlorenen Peloponnesischen Krieg; ob sie bei den Lenäen oder den Dionysien aufgeführt wurde, ist nicht überliefert. Es ist eines seiner letzten Stücke und markiert den Übergang von der Alten zur Mittleren Komödie.

Handlung

Praxagora überredet die Athenerinnen, sich mit falschen Bärten und den Mänteln ihrer Männer zu verkleiden und heimlich die Volksversammlung zu besetzen. Als vermeintliche Bürger stimmen sie dafür, die Regierung den Frauen zu übertragen. Praxagora führt daraufhin Gütergemeinschaft, gemeinsame Mahlzeiten und einen gleichen Zugang zu Liebesbeziehungen ein und stellt die Männer der Stadt vor eine völlig neue Ordnung.

Kulturelle Bedeutung

Mit ihrem lockereren Chorpart und dem Verzicht auf die klassische Parabase steht die Weibervolksversammlung stilistisch bereits näher an der Mittleren Komödie als an Aristophanes' älteren Werken. Praxagoras Reformvorschläge nehmen Gedanken vorweg, die Platon wenig später in der Politeia entwickelte.

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