Die Wand
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Die Wand

Marlen Haushofer
Theater · 1963

Über das Werk

„Die Wand“ ist ein Roman der österreichischen Schriftstellerin Marlen Haushofer, der 1963 beim Verlag Sigbert Mohn in Gütersloh erschien und als ihr Hauptwerk gilt. Haushofer begann die Niederschrift im November 1960 in Steyr; der ursprüngliche Arbeitstitel „Die gläserne Wand“ wurde noch während der Arbeit gekürzt. Die Landschaft des Romans hat Vorbilder in der Gegend um Molln, wo die Autorin aufgewachsen war: die Lackenhütte für das Jagdhaus und die Haidenalm für die Alm. Im Theater wird der Stoff in eigenen Bühnenfassungen gespielt, die auf dem Bericht der Ich-Erzählerin beruhen.

Handlung

Eine namenlose Frau um die vierzig fährt mit ihrer Cousine und deren Mann für ein Wochenende in ein Jagdhaus im Gebirge. Als das Paar von einem abendlichen Gang ins Tal nicht zurückkehrt, stößt sie am Ausgang der Schlucht auf eine unsichtbare Wand, hinter der Menschen und Tiere wie erstarrt wirken. Von der Welt abgeschnitten, lernt sie mit dem Hund Luchs, einer trächtigen Kuh und zugelaufenen Katzen, von Vorräten, Wald und Garten zu leben, und schreibt im dritten Winter ihre Erlebnisse auf. Als plötzlich ein fremder Mann auftaucht und ohne Anlass das junge Stierkalb und den Hund tötet, erschießt sie ihn; ihr weiteres Schicksal bleibt offen.

Kulturelle Bedeutung

Nach anfänglichem Lob geriet der Roman lange in Vergessenheit und wurde in den 1980er-Jahren zu einem Kultbuch der Frauenbewegung. Gelesen wird er als Zivilisationskritik, als weibliche Robinsonade und als Parabel auf die Bedrohung im Kalten Krieg. 2012 kam die Verfilmung von Julian Pölsler mit Martina Gedeck auf der Berlinale heraus, im selben Jahr zeigte das Wiener Burgtheater eine Bühnenfassung.

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Kommende Aufführungen
Deutsches Theater Berlin · Berlin
14. Oktober 2026
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