Über das Werk
Aristophanes' Komödie wurde 414 v. Chr. bei den Großen Dionysien aufgeführt und errang den zweiten Preis. Die Uraufführung fiel kurz nach dem Aufbruch der athenischen Flotte zur Sizilischen Expedition, ohne dass das Stück den Krieg direkt anspricht.
Handlung
Die beiden Athener Peisetairos und Euelpides verlassen enttäuscht ihre Heimatstadt und überreden den Wiedehopf sowie das versammelte Vogelvolk, hoch in den Wolken die Stadt Wolkenkuckucksheim zu gründen. Indem sie den Opferrauch der Menschen für die Götter abfangen, zwingen sie den Olymp in eine Hungerblockade. Peisetairos verhandelt schließlich mit einer Göttergesandtschaft, übernimmt die Herrschaft des Zeus und heiratet dessen Machtsymbol Basileia.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt vielen als reifste Fantasiekomödie des Aristophanes, reich an Vogelimitationen und Musik, und wird sowohl als Gleichnis auf den Größenwahn der Sizilischen Expedition als auch als reines Eskapismus-Stück gedeutet. Goethe bearbeitete es 1780, eine Athener Aufführung wurde 1959 nach Protesten verboten.
